Menschenrechte: Ein Auslaufmodell? François Zimeray veröffentlicht Un innocent en prison. Réflexions sur l'avenir des droits de l'homme (Ein Unschuldiger im Gefängnis. Überlegungen zur Zukunft der Menschenrechte, Gallimard). Der Anwalt von Paul Watson und Ghislaine Maxwell, der früheren Lebensgefährtin Jeffrey Epsteins, wurde durch die Ereignisse, die er im Laufe seiner Karriere miterlebt hat, zu einem leidenschaftlichen Verfechter der Menschenrechte. Anlass für diese Abhandlung war eine Überlegung einer Studentin der Pariser Elitehochschule Sciences Po: "In manchen Fällen würde ich es vorziehen, wenn ein Unschuldiger im Gefängnis sitzt." Sind große humanistische Rechtsgrundsätze wie die Unschuldsvermutung bedroht? KI: Eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit? Dario Amodei, Elon Musk und Sam Altman, drei prägende Gesichter der KI-Entwicklung in den USA, haben am Wochenende dazu aufgerufen, die Entwicklung dieser Technologie zu verlangsamen und stärker zu kontrollieren. Sie warnen, eine KI könne leicht die Kontrolle über das gesamte Internet übernehmen. Zugleich schockierte Jacob Coxon, ein zurückgetretener Anthropic-Mitarbeiter, vergangene Woche mit der Behauptung, KI "könnte uns alle bis zum Ende des Jahrzehnts töten". Diese neuen, auffällig einhelligen Warnungen aus der Tech-Branche geben Anlass zur Sorge. Lässt sich der Fortschritt der KI noch kontrollieren? Außerdem: Xavier Mauduit befasst sich mit der Figur des Fürsten Dimitri Donskoi, eines russischen Helden des 14. Jahrhunderts, dessen Andenken Wladimir Putin wiederbelebt, um seine Truppen im Donbass zu motivieren. Théophile Cossa beleuchtet die neuen Maßnahmen in Spanien, bei denen DNA-Tests eingesetzt werden, um Hundekot auf öffentlichen Straßen zu bekämpfen.